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Sauberes Trinkwasser, Toiletten und 10.000 Hygienebotschafter verbessern Lebensbedingungen in Simbabwe

Graz/Bonn, am 5. Dezember 2017

Hunger und Arbeitslosigkeit prägen den Alltag in Simbabwe. Nach fast 40 Jahren unter Präsident Mugabe liegt die einst blühende Landwirtschaft des ostafrikanischen Landes am Boden. Auf Initiative von Cotton made in Africa (CmiA) haben sich OTTO Österreich und die Welthungerhilfe mit der Baumwollinitiative zusammengeschlossen, um gemeinsam ein Wasser- und Hygiene-Projekt im ländlichen Simbabwe umzusetzen. Kurz vor dem Welttoilettentag am 19. November kann das Projekt erfolgreich abgeschlossen werden. Insgesamt 20 Dörfer erhielten Zugang zu sauberem Trinkwasser und Schulen wurden mit dringend benötigten Sanitäreinrichtungen ausgestattet.

Sauberes Trinkwasser direkt aus dem Wasserhahn ist für uns eine Selbstverständlichkeit. In Sub-Sahara-Afrika haben laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) über 30 Prozent der Bevölkerung keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Hauptsächlich Frauen und Mädchen verbringen 40 Milliarden Stunden jährlich damit, Wasser zu holen. Hinzu kommt, dass an Schulen oft adäquate Toiletten fehlen und somit ältere Schülerinnen während der Menstruation dem Unterricht fernbleiben.

Auf unserem Weg zu 100 Prozent nachhaltiger Baumwolle setzen wir maßgeblich auf das Cotton made in Africa-Siegel, denn mit CmiA-Baumwolle schützen wir die Umwelt, sparen mehr als 500 Liter Wasser pro T-Shirt und unterstützen die Menschen vor Ort. Wir freuen uns mit dem gemeinsamen Wasser- und Sanitärprojekt gerade für Mädchen und Jungen in den Baumwollanbaugebieten einen Zugang zu sauberem Wasser zu schaffen“, betont Mag. Harald Gutschi, Geschäftsführer von OTTO Österreich.

Mit Cotton made in Africa sind wir seit Jahren gemeinsam mit der Baumwollgesellschaft Alliance im ländlichen Simbabwe aktiv. Der fehlende Zugang zu sauberem Trinkwasser und Toiletten ist ein großes Hindernis für die Verbesserung der Lebensbedingungen. Deshalb haben wir 2015 gemeinsam mit unseren Partnern Otto Österreich und der Welthungerhilfe das Projekt angeschoben“, erläutert Alexandra Perschau, Projektverantwortliche von Cotton made in Africa. In der Region Gokwe-Süd ist die Bevölkerung überdurchschnittlich stark von einer unzureichenden Wasser- und Sanitärversorgung betroffen: Rund 60 Prozent haben Zugang zu sauberem Wasser, ausreichende Sanitäranlagen stehen gerade einmal 18 Prozent zur Verfügung.

Um einen möglichst nachhaltigen und langfristigen Effekt des Projekts zu gewährleisten, wurde die lokale Bevölkerung zu den Themen Hygiene und sauberes Trinkwasser geschult. „Ein besonderes Anliegen für uns war, rund 10.000 Schülerinnen und Schüler in 20 Dörfern zu ‚Hygienebotschaftern‘ auszubilden. Sie sollen auch nach Projektende sicherstellen, dass das neuerworbene Wissen an ihre Dorfgemeinschaften und Familien weitergegeben wird“, betont Dr. Iris Schöninger, Politikberaterin bei der Welthungerhilfe.  

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